Beitrag vom 20. März 2014

Dynamics CRM mit SAP – Teil 8: Vertriebsbelege

Der Vertriebsbeleg enthält die Kopfdaten der Aufträge, Warenbewegungen, Lieferungen, Rechnungen etc. aus dem SAP SD (Sales and Distribution). Diese umfassen außer aggregierten Wertangaben und Terminen im Wesentlichen internationalisierte Schlüsselwerte zu Belegtyp und -art, Zahlungs- und Lieferbedingungen und organisatorischen Einheiten sowie die Relation zum Auftraggeber (CRM-Firma).

Für die Anzeige des Belegflusses (Vorgänger-/Nachfolger-Beleg) sollte eine kompakte Darstellung in Form einer Textliste zu rein informativen Zwecken verwendet werden (s. Abbildung). Nur wenn alle Belegtypen importiert werden (Achtung: Mengengerüst!), kann eine Verlinkung mit Sprungmöglichkeit zwischen den Belegen erfolgen. Sonst würden Navigationslücken entstehen, die den Anwender irritieren würden. Das System sollte aber nicht unbedingt mit allen denkbaren Belegtypen „geflutet“ werden, die im CRM keinen weiteren Nutzen haben. Da die Vorgänger- und Nachfolgerbeziehungen in SAP auf Positionsebene abgebildet sind, wäre eine entsprechende Logik auf Kopfebene umzusetzen.

Vollständig angezeigt umfasst der Belegfluss also alle Belegtypen vom Angebot (sofern mit SAP erstellt) über Auftrag, Materialbewegungen, Lieferungen bis zur Rechnung und Gutschrift. Im Beispiel handelt es sich um einen Terminauftrag mit einem Angebot als Vorgänger- sowie je einer Warenbewegung, einer Lieferung und einer Gutschrift als Nachfolgebeleg.

SAP_02_Screen_Vertriebsbeleg_Formular 2013

SAP_02_Screen_Vertriebsbelegposition_Formular 2013

Jeder Vertriebsbeleg kann mehrere Positionen umfassen. Auf dieser Ebene werden Produkt, Menge, Wert und weitere kaufmännische Daten (Konditionen etc.) angezeigt. Desweiteren gibt es Firmenrelationen auf den Regulierer, Warenempfänger und Rechnungsempfänger – Relationen, die im SAP auf Positionsebene definiert sind. Die Positionen können wie im Beispiel als Liste im Belegformular angezeigt werden. Wenn auch Produkte aus SAP übernommen werden, kann das Produkt in der Position als Relation mit Sprungmöglichkeit (Lookup) hinterlegt werden.

Das Thema Produkte und Preise aus SAP wird in einem Folgebeitrag behandelt.

Team4 / Jens Meyer-Beeck
Michael Büning